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Werkstoff PP (Polypropylen) in der Verpackungsindustrie

Polypropylen ist ein thermoplastischer Kunststoff, der mit 20 Prozent Anteil an der Gesamtkunststoffproduktion der zweitwichtigste Stoff ist. In seiner chemischen Struktur ist er dem häufigsten Kunststoff, Polyethylen, recht ähnlich. Jedoch ist er verglichen mit diesem fester, härter und hitzebeständiger.
Eingesetzt werden kann Polypropylen bei Temperaturen von etwa 0°C bis 100°C. Unter 0°C wird das Material spröde und dadurch schlagempfindlich. 
Mit der Auswahl der Polymerisationsbedingungen kann Polypropylen in seinen Eigenschaften variieren und Typen herstellen, die auch noch unter 0°C und über 100°C optimale Gebrauchseigenschaften zeigen. Verschiedene Additive erweitern ebenfalls die Bandbreite der Eigenschaften. Daher kann Polypropylen bis 130°C als Verpackung eingesetzt werden. Durch die hohe Temperaturtoleranz ist der Stoff zudem autoklavierbar. 

Der moderne Kunststoff bietet viele Vorteile. Im Gegensatz etwa zu Glas ist er mit einer Dichte von 0,895 g/cm³ bis 0,92 g/cm³ sehr leicht. Mit diesem Gewicht ist er außerdem leichter als andere Kunststoffe
Mit weiteren Zusatzstoffen lässt sich die Härte, Festigkeit und Steifigkeit des Materials weiter erhöhen. So wird die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten noch einmal erweitert. 
Für Verpackungen ist eine weitere Eigenschaft von Bedeutung: Der Kunststoff lässt sich eher schlecht bedrucken. Für die Angabe notwendiger Deklarationen, das Aufbringen von Logos oder Ähnlichem empfiehlt es sich, Beklebungen oder Folien zu nutzen.
Dafür ist der transparente Kunststoff geruchlos, hautverträglich und physiologisch unbedenklich. Daher ist das Material auch für den Kontakt mit Lebensmitteln und Produkten der Pharmaindustrie geeignet. Bei Bedarf kann es außerdem beliebig eingefärbt werden. 

Diese Eigenschaften machen Polypropylen zu einem beliebten Stoff in der Verpackungsindustrie. Mehr als die Hälfte der weltweiten Polypropylen-Produktion wird für Verpackungen verwendet. Vor allem Folien verschiedener Stärken, aber auch verschiedenste Behälter wie Flaschen, Eimer oder Dosen sowie deren Verschlüsse werden aus dem Kunststoff hergestellt. Zudem macht der Kunststoff spezielle Einsatzformen wie etwa kochfeste Folien für Lebensmittel möglich.
Für Polypropylen eignen sich hier zwei Herstellungsverfahren ganz besonders: der Spritzguss und das Blasen. Es lässt sich aber auch extrudieren, mit Wärme formen oder tiefziehen. So entstehen hochwertige Verpackungen für verschiedenste Produkte.

Die Bandbreite der Stoffe, die mit Polypropylen verpackt werden können, ist groß. Auch das trägt zu seiner Beliebtheit in der Verpackungsindustrie bei. Zu den möglichen Füllstoffen gehören alkalische Chemikalien, nicht-oxidierende Säuren sowie fast alle organischen Lösungsmittel mit Ausnahme der Chlorkohlenwasserstoffe.

Nicht beständig ist Polypropylen gegen oxidierende Säuren, Chlorkohlenwasserstoffe sowie gegen Öle und Fette.

Je nach Verpackungsform lassen sich also Produkte von fest bis flüssig aus den verschiedensten Produktionsbereichen mit Polypropylen einhüllen. Dazu gehören viele Lebensmittel, für deren innere und äußere Verpackung Polypropylen ideal ist. Auch Kosmetika profitieren von dem leichten, vielseitigen Kunststoff. Ebenso können Benzinkohlenwasserstoffe und andere Chemikalien in Behältern aus Polypropylen hervorragend untergebracht werden. Dasselbe gilt für viele Produkte der Pharmaindustrie.
Polypropylen ist also zu Recht einer der beliebtesten Verpackungsstoffe. Dank seiner Vielseitigkeit und der vielen positiven Eigenschaften erobert er als optimales Verpackungsmaterial viele Industriezweige. Verschiedene Herstellungsverfahren und Zusätze sorgen dafür, dass fast jede Industrie mit Polypropylen einen geeigneten Verpackungsstoff findet.